Zement und Beton sowie Mörtel sind eng verwandt, jedoch nicht synonym.
Zement ist die Grundlage für die Baustoffe Beton und Mörtel.
Zuerst zum Zement: werden Kalkstein und Ton fein gemahlen und anschließend in einem “Sintern“ genannten Vorgang auf etwa 1500 Grad Celsius teilweise zur Verschmelzung gebracht, bilden sie die Basis für Zement. Natürlicherweise liegen Ton und Kalkstein gelegentlich bereits gemischt vor, was man dann als Mergel bezeichnet.
Der beim Sintern entstandene Zementklinker wird im Anschluss mit Gips, Asche, Hüttensand und Kalkstein vermischt, das Produkt im Anschluss gemahlen.
Nun liegt Zement vor, der wiederum das Bindemittel für die Baustoffe Mörtel und Beton darstellt.
Bei Zement handelt es sich also um ein Bindemittel, das nach Wasserkontakt erhärtet. Die Chemie dahinter ist der Vorgang der Hydratation.
Für beide Baustoffe, Beton und Mörtel, gilt, dass sie entstehen, wenn Zement, Wasser und eine dritte Zutat, eine Gestein-Körnung, vermengt werden. Die exakten Eigenheiten dieser Baustoffe können durch gezieltes Beigeben weiterer Zusatzstoffe gezielt beeinflusst werden.
Worin unterscheiden sich also die Baustoffe Beton und Mörtel?
Rein in der Größe der Gesteinskörnung. Beträgt diese höchstens vier Millimeter Durchmesser (Sand), resultiert bei der Produktion Mörtel. Verwendet man deutlich größere Körnungsgrößen, resultiert Beton, teilweise werden Steine mit bis zu drei Zentimetern Durchmesser verwendet.
Mörtel und Beton benötigen Zeit zum Erhärten, man sagt auch „Abbinden“. Betonteile sind in der Regel innerhalb eines Tages abgebunden. Maximale Tragfähigkeit und Erhärtung liegen jedoch erst nach etwa vier Wochen vor. Damit die komplette Abbindung erreicht werden kann, ist eine gewisse Abbindwärme notwendig.
Leichtbeton ist eine Variante des Betones mit geringerer Dichte. Die bei der Produktion zum Einsatz kommenden Körnungsmischungen enthalten einen großen Anteil Luftporen.
Nach Aushärtung des Zementes entsteht mit Beton eine Matrix mit enormer Druckfestigkeit, die hervorragend zur Konstruktion von Häusern, Straßen und Brücken genutzt werden kann.
Um der hohen Druckfestigkeit auch eine hohe Fähigkeit zur Aufnahme von Zugkräften hinzuzufügen, wird Stahl in den Beton eingelegt, man spricht von der Bewehrung und Stahlbeton.
Wenn Beton mithilfe von Druck in eine Schalung gespritzt wird, kann er besonders fest und dicht werden, dringt der Beton doch bis in die letzten Hohlräume der Schalung ein und wird fest hineingedrückt. Man spricht dann von Spritzbeton. Gerade bei stark zu belastenden Bauteilen, die abgedichtet werden müssen wie bspw. das Fundament großer mehretagiger Häuser, wird Spritzbeton eingesetzt.
Beton wird erst gegossen, wenn eine Einschalung aus Tafeln und Brettern mit Stützen angefertig und zum Unterfangen der Geschossdecken angebracht wurde. S Diese Einschalung wird erst nach dem Trocknen und Abbinden gelöst. Die Bretterstruktur bleint oft im Beton eingeprägt. Da eine gezimmerte Einschalung aufwändig ist, kommen vermehrt Fertigbauteile und Schalungssteine zum Einsatz, die bereits ab Werk einsatzbereit gemauert und lediglich mit dem Beton ausgefüllt werden, später einfach im Beton verbleibend.







